{"id":891,"date":"2018-05-13T16:21:32","date_gmt":"2018-05-13T14:21:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jcz.stillgame.ch\/jcz\/?page_id=891"},"modified":"2022-04-07T10:54:43","modified_gmt":"2022-04-07T08:54:43","slug":"jeeps-in-der-schweiz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jeep-club-zentralschweiz.ch\/?page_id=891","title":{"rendered":"Jeeps in der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Jeep in der Schweizerarmee<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-893\" src=\"https:\/\/jeep-club-zentralschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/010_jeep-in-der-schweiz-300x191.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/jeep-club-zentralschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/010_jeep-in-der-schweiz-300x191.jpg 300w, https:\/\/jeep-club-zentralschweiz.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/010_jeep-in-der-schweiz.jpg 603w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Die Geschichte des Jeeps in der Schweizerarmee begann mit dem Ende des zweiten Weltkrieges. Die US-Armee ben\u00f6tigte in Deutschland nicht mehr alle Fahrzeuge, die von Amerika nach Europa verschifft wurden. Im Jahre 1946 kaufte die Schweizerarmee aus der Aktion Surplus vom amerikanischen Office of Foreign-Liquidation 500 gebrauchte Jeeps (MB und GPW ) f\u00fcr je 3600 Fr. Die Eink\u00e4ufer der Schweizerarmee konnten die Jeeps auslesen. Die ersten Jeeps kamen am 7.5.1946 in die Schweiz. Aber schon im Jahre 1947 beschaffte die Schweizerarmee 400 neue Jeeps (CJ 2A) zum St\u00fcckpreis von 5950 Fr. Bis ins Jahr 1972 wurde der Bestand an Neufahrzeugen erweitert. Es folgten die Modelle CJ3A, CJ3B, CJ5, die Anzahl ist jedoch nicht mehr genau nachvollziehbar. Gesichert jedoch gilt die Angabe, dass 820 Willys M38A1 (BAT-Jeep) gekauft wurden. Diese Jeeps wurden den BAT Einheiten als Corpsmaterial zugeteilt, das heisst die Fahrzeuge wurden nur von einer einzigen Einheit benutzt. Andere Jeeps gingen nach jedem Diensteinsatz in die AMP&#8217;s und konnten dann von einer anderen Einheit gefasst werden.<\/p>\n<p>Eine Besonderheit der Schweizerarmee war, dass die M\u00f6glichkeit bestand einen Jeep auch zur privaten Nutzung zu gebrauchen. Wenn zum Beispiel ein junger Bauer bei der Aushebung als Motordragoner eingeteilt wurde und nachweisen konnte, dass er in der Lage war, einen Jeep zu halten und zu pflegen, so konnte er einen Jeep bestellen. Er musste sich jedoch an den Kosten beteiligen, in den 50er Jahren kostete ihn der Jeep 5000 Fr. , dies entsprach dem halben Neupreis des Jeeps.<\/p>\n<p>Der Jeep wurde dem Besitzer ca. \u00bd Jahr vor dem Beginn der RS ausgeh\u00e4ndigt. Er sollte sich bis zur RS mit dem Fahrzeug vertraut gemacht und ca. 5000km zur\u00fcckgelegt haben. Der Motordragoner oder Motorfahrer wie er heute heisst, absolvierte mit dem Jeep die 17-w\u00f6chige RS und sieben dreiw\u00f6chige WK&#8217;s. Zwischen den Milit\u00e4rdiensten konnte er den Jeep privat benutzen. Die Kosten der Versicherung gingen zu Lasten der Armee, w\u00e4hrend die Motorfahrzeugsteuer zu Lasten des Wehrmannes ging. Am Ende der Dienstzeit blieb der Jeep 2 Jahre lang Pikett \u2013 Fahrzeug und schliesslich noch 4 \u2013 5 Jahre Requisitionsfahrzeug. Der Jeep musste alle 2 Jahre auf einwandfreien Zustand und Funktionsf\u00e4higkeit gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>In den 80er Jahren wurde dann auch dieses Programm eingestellt und die Jeeps wurden ab den fr\u00fchen 90er Jahren nach und nach aus der Schweizerarmee ausgemustert. Bis zum Jahre 1997 waren bis auf wenige Exemplare alle Fahrzeuge verkauft oder in Thun versteigert worden.<\/p>\n<p>Zu einem kleinen Teil kamen dann die Jeeps in der Schweiz in private Sammlerh\u00e4nde, um sich mit viel Fleiss und Arbeit in Milit\u00e4rfahrzeug \u2013 Oldtimer zu verwandeln. Die Jeeps aus der Schweizerarmee waren auch von ausl\u00e4ndischen Sammlern, ihres guten Zustandes wegen sehr begehrt. Auch viele MB\/GPW Jeeps fanden den Weg zur\u00fcck nach Deutschland, wo sie urspr\u00fcnglich herkamen.<\/p>\n<p><strong>Der Jeep in der zivilen Schweiz<\/strong><br \/>\nAuch f\u00fcr den zivilen Gebrauch begann die Geschichte des Jeeps in der Schweiz mit dem Ende des zweiten Weltkrieges. Etliche Garagen importierten aus Deutschland MB und GPW Jeeps. Diese wurden hergerichtet und an private Abnehmer, vor allem an Bauern verkauft. Viele Fahrzeuge wurden auch ausgeschlachtet und dienten als Ersatzteillager. Die Motoren waren bei den Bauern sehr beliebt und dienten als Antriebseinheit f\u00fcr alles M\u00f6gliche.<\/p>\n<p>Im Jahre 1947 begann dann der Verkauf von zivilen neuen Jeeps (CJ2A). Die ersten CJ2A hatten noch eine Lenkradschaltung. Die Jeeps waren meist zweifarbig, genau gesagt die R\u00e4der hatten eine andere Farbe als die Karosserie. 1947 waren vier Farben erh\u00e4ltlich.<br \/>\nDer private Besitzer eines Jeeps hatte den Jeep doch nicht ganz f\u00fcr sich, denn alle privat importierten Jeeps waren auch Requisitionsfahrzeuge der Armee. Als Gegenleistung konnte der K\u00e4ufer eines Jeeps die Zoll- und WUST- Abgaben zur\u00fcckfordern. In den 70erJahren erhielt der K\u00e4ufer sogar eine gr\u00f6ssere finanzielle Entsch\u00e4digung, die bis zu 5000 Fr betragen konnte.<\/p>\n<p><strong>Der Jeep im Rest der Welt<\/strong><br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich stellte der Jeep auch im Rest der Welt eine Erfolgsgeschichte sondergleichen dar. In vielen L\u00e4ndern wurden verschiedene Modelle in Lizenz von Willys f\u00fcr milit\u00e4rische aber auch f\u00fcr die zivile Verwendung hergestellt. Die franz\u00f6sische Firma Hotchkiss stellte Fahrzeuge vom Typ MB von 1952 bis 1966 f\u00fcr die franz\u00f6sische Armee und die Gendarmerie her. Das Design blieb das selbe, die elektrischen Anlagen wurden jedoch im Laufe der Jahre verbessert, zudem gab es auch eine &#8222;wasserdichte&#8220; Version, sowie andere Verbesserungen. Ford Kanada baute M38 und M38A1 in Lizenz f\u00fcr die Kanadische Armee und die Niederlande stellte den M38A1 unter der Bezeichnung Nekaf her.<\/p>\n<p>Im fernen Osten wurden Jeeps f\u00fcr den zivilen Gebrauch hergestellt, wie zum Beispiel der Mahindra in Indien und der Jeepny auf den Philippinen. In Amerika wurde die Firma Willys 1953 von Henry J Kaiser \u00fcbernommen. Die Kaiser-Jeep Corporation ihrerseits wurde 1970 von der American Motors Corporation gekauft. 1987 wurde die AMC in die Chrysler Corporation einverleibt, die sich schlussendlich den Namen Jeep als Markennahme sch\u00fctzen liess. Ungeachtet davon wurde der Name Jeep im Volksmund zum Synonym f\u00fcr gel\u00e4ndeg\u00e4ngige Personenfahrzeuge.<\/p>\n<p>Zum Schluss noch ein Kompliment von Enzo Ferrari:<br \/>\n<em>Der Jeep ist Amerikas einziger echter Sportwagen!<\/em><\/p>\n<p>\u00a9jeep-club-zentralschweiz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Jeep in der Schweizerarmee Die Geschichte des Jeeps in der Schweizerarmee begann mit dem Ende des zweiten Weltkrieges. Die US-Armee ben\u00f6tigte in Deutschland nicht mehr alle Fahrzeuge, die von Amerika nach Europa verschifft wurden. 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